1735: Die bisher am östlichen Teil der Nordseite neben dem Altarraum der Kirche gelegene
Sakristei wird abgetragen und an der Ostseite hinter dem Altarraum neu errichtet.
21.9.1737: Einer großen Brandkatastrophe fallen, wie berichtet wird, "20 der besten Häuser"
im Dorf rings um die Kirche zum Opfer, darunter das erst 1708/09 neu erbaute Pfarrhaus, der
südwestlich daneben liegende so genannte "Spieker" (Speicher) sowie die der Kirche gehörenden
und verpachteten Häuser am Ostrand des Kirchhofes (heute An der Kirche).
1738: Bau eines neuen Pfarrhauses am Standort des alten. Es wird 225 Jahre dort stehen und
später "altes Pastorat" genannt werden.
1739: Der nicht mehr benötigte so genannte "kleine Altar", der frühere Liebfrauenaltar der
Vikarie, wird abgetragen und aus der Kirche entfernt.
1748 – 1750: Verkauf des alten Schulhauses, des ehemaligen Vikarienhauses, und Bau einer
neuen Schule auf dem Gelände des Wiemerhofes nordwestlich des Pfarrhauses, später "Am Brandteich"
genannt (heute die Häuser Wiemerhofstraße 3 / Milsper Straße 8).
1780/81: Abbruch der alten Kirche, die im Laufe der Zeit baufällig und für die stark gewachsene
Gemeinde auch zu klein geworden ist. Dabei bleiben im Westen der alte Kirchturm und im Osten die
Sakristei stehen. Zwischen diesen beiden Gebäudeteilen wird die neue Kirche erbaut, die mithin
die Länge der alten hat, aber wesentlich höher und auf beiden Langseiten je vier Fuß
(= je ca. 1,25 m) breiter ist.
Im Innern der Kirche verlaufen an der Süd-, West- und Nordseite breite Emporen.
Acht große Gemälde, von denen vier die vier Evangelisten in Cellae und vier Christi Geburt
(Weihnachten), Christi Kreuzigung (Karfreitag), Christi Auferstehung (Ostern) und Christi
Himmelfahrt darstellen, schmücken die Tonnendecke der Kirche.
Spätestens jetzt werden die Kanzel und der
Altar zum heutigen Kanzelaltar vereinigt, an dem
das große Altarbild das Heilige Abendmahl und zwei kleine Gemälde Isaaks Opferung und Christi
Himmelfahrt zeigen.
Die Gemälde an Tonnendecke und Kanzelaltar der Kirche schufen die Dortmunder Maler H. E. Hauck
und J. Soenneken.
1791: Die neu erbaute Kirche erhält ein neues, wieder aus drei Glocken bestehendes Geläut,
das von dem Glockengießer Christian Voigt, Isselburg, gegossen und bei dessen Guss die Bronze
der drei alten Glocken mit eingeschmolzen worden ist.
1819/20: Bau eines Schulhauses (Elementarschule) auf Kotthausen in der Oberbauer.
1825: Einrichtung einer Elementarschule in einem gemieteten Raum "auf dem Brink" in Altenvoerde
(in der "Unterbauer").
1829: Schließung des alten Kirchhofes rings um die Kirche für Bestattungen.
1829/30: Anlage eines neuen Friedhofes auf kirchlichen Grundstücken etwa 150 m südöstlich der
Kirche. Auf ihm wird auch ein klassizistisches Rundtempelchen (Rotunde) erbaut, in dem bei
schlechtem Wetter die Grabreden gehalten werden sollen. Der damals angelegte Friedhof ist der
älteste Teil des heutigen Friedhofes.