1972: Dem Pfarrbezirk II (Voerde-Nord) wird der 1967 ausgegliederte östliche Teil
außer dem Bereich Hasperbach wieder eingegliedert. Der Bereich Hasperbach und der aus
dem Pfarrbezirk I (Voerde-Süd) ausgegliederte Seelsorgebezirk der Oberbauer werden zum
neuen Pfarrbezirk IV (Oberbauer-Hasperbach) vereinigt.
1973: Die Voerder Kirche, die nach dem Bau der Kreuzkirche in der Oberbauer und des
Ludwig-Steil-Hauses in Hasperbach wieder den Namen "Johannes der Täufer" trägt, erhält
eine neue Orgel, die in Hauptwerk, Schwellwerk und Pedal 29 Register umfasst. Auch sie
ist ein Werk der Firma Alfred Führer, Wilhelmshaven. Der mächtige neubarocke Orgelprospekt
von 1914 bleibt erhalten.
1978: Erweiterung der Orgel in der Kapelle Altenvoerde um ein Schwellwerk mit fünf Registern.
Das Instrument, das danach in Hauptwerk, Schwellwerk und Pedal vierzehn Register umfasst,
wird von der Empore an der Westseite auf die Nordostseite der Kapelle umgesetzt.
1980/81: Bau des "Hauses an der Johanneskirche" mit Räumen für die Arbeit in den
Gemeindegruppen und -kreisen in Voerde, Milsper Straße 3, an der Stelle des 1963 abgetragenen
"alten Pastorats".
1981/82: Beginn der geschwisterlichen Partnerschaft mit der Protestantischen
'William Tyndale-Silo'-Kirchengemeinde in Vilvoorde / Belgien.
1982: Zweiter Erweiterungsumbau der Friedhofskapelle nach Plänen von Architekt Dieter
Niggeloh, Ennepetal-Voerde: Die offene Vorhalle an der Nordwestseite wird geschlossen und
in den Gottesdienstraum mit einbezogen, die kleine halbrunde Apsis an der Südostseite
durch eine großzügige, polygonale Apsis mit 5/8-Abschluss ersetzt und am südlichen Ende
der Nordseite ein besonderer Zugang für Behinderte mit einer Auffahrtrampe geschaffen.
1983: Anlässlich der 500. Wiederkehr des Geburtstages von Dr. Martin Luther (10.11.1483)
wird die Kapelle Altenvoerde in "Martin-Luther-Kirche" umbenannt.
11.5.1985: Vierzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs werden der Protestantischen
William Tyndale-Silo-Kirchengemeinde in Vilvoorde / Belgien an diesem Tage als Schenkung
die beiden Gussstahlglocken "Pax" und "Gloria" aus dem abgetragenen Dachreiter der jetzigen
Martin-Luther-Kirche überbracht. Die feierliche Glockenweihe in Vilvoorde findet
(nach dem Bau eines Glockenstuhls dort) am Fest "Christi Himmelfahrt" (28.5.) 1987
unter großer Beteiligung von Gliedern der Voerder Kirchengemeinde statt.
1988: Aufnahme intensiver ökumenischer Beziehungen zur (1898 neu gebildeten)
Katholischen Kirchengemeinde "St. Johann Baptist" Ennepetal-Voerde. Im Rahmen dieser
intensiven Beziehungen zwischen beiden Schwestergemeinden finden künftig gemeinsame
Bibelwochen, Passionsandachten, Gottesdienste zu besonderen Anlässen (Voerder Kirmes,
Kirchenjubiläen) und Gemeindefeste statt.
1990: Auf Grund schon seit 1985 bestehender Verbindungen zu dem bulgarischen Chor
"Slawische Einheit" in Gorna Orjachowitza / Bulgarien wird nach der politischen Wende
in Bulgarien angesichts der dort herrschenden großen Not ein "Bulgarien-Hilfswerk" der
Kirchengemeinde ins Leben gerufen. Es wird im Laufe der Zeit in der Stadt Gorna Orjachowitza
die bulgarisch-orthodoxe Kirchengemeinde und die evangelische Pfingstgemeinde, zwei
Krankenhäuser und ein Altenheim sowie in der Nachbarstadt Veliko Tirnovo ein Kinderheim
betreuen. Bis 2002 werden fünfzehn große Hilfsgüter-Transporte in die beiden bulgarischen
Städte durchgeführt.
1990/91: Umfangreiche Sanierung des Kirchturms der Kirche "Johannes der Täufer"
in Voerde.
1991: Bau der Windkraftanlage bei der Kreuzkirche in der Oberbauer.